Ich habe wirklich lange überlegt ob ich überhaupt ein Geburtsbericht schreiben soll oder lieber die Finger davon lassen sollte. Denn bis heute tue ich mir schwer mit der ganzen Geschichte abzuschließen und verarbeitet, ist da noch lange nichts. Aber erstmal zu der ganzen Geschichte....
10.06.2015 Tag der Hochzeit
Ich habe am Vortag noch gegen Abends bzw eigentlich schon nachts noch Bad und Wohnung geputzt, gebügelt und alles auf unseren großen Tag vorbereitet. Wir sind beide um fünf Uhr frühs aufgestanden, haben geduscht und uns beiden Mut zugesprochen und lange vor uns herumgealbert. Wir waren beide sehr sehr aufgeregt, was man ja an Tag der Hochzeit sein sollte. Um 8.30 kam meine Friseurin mit einer Stunde Verspätung. Mein Schatz machte sich um 9 Uhr auf den Weg zum Deichmann um mir noch Hochzeitsschuhe zu kaufen 2 an der Zahl weil meine Brautschuhe die ich eigentlich schon lange gekauft habe waren mir an dem Tag zu klein da ich EXTREM Wassereinlagerungen bekam, und dann noch den Brautstrauß. Dann kam meine Mama noch die meinen großen auf Trab hielt da er schlechte Laune hatte (danke lieber Gott für Omas). Mein Bruder kam dann auch noch zum Haarschneiden. Also all in allen war es sehr stressig. Gegen elf Uhr habe ich mich dann auf die schnelle noch geschminkt und mein Herzmann machte sich gegen 11.15 auf den Weg zum Standesamt. Mein Papa holte mich um 11.30 ab und wir mussten noch Blumen holen die er mir bestellt hatte (als könnte man das nicht vorher getan haben), nun gut. Am Standesamt angekommen sah ich mein Schatz eine gute weile nicht, aber der Moment an dem ich ihn sah wie er ausschaute mit seinem Anzug &&& werde ich im Leben nicht vergessen Vorallen sein Blick als er mich ansah. Was mich aber wirklich enttäuscht hat dass sein Trauzeuge zu spät kam und wir uns mein Bruder fast schnappen mussten dass er einspringt. Aber der genannte Trauzeuge kam dann mit 10 Minuten Verspätung. Ich will ja nicht mal erwähnen dass von seiner Familie niemand kam :(, Moment habe ich gerade, aber gut dass ist ein anderes Thema das nicht hierher gehört.
Weahrend der Trauung hatte ich Wehen, und heftige Tritte von unseren kleinen Mann bekommen und witzigerweise hatte dass die Standesbeamtin jedes mal mitbekommen und mich jedes mal gefragt ob es noch gehe. Ich hatte die Wehen aber mit Atemübungen jedoch schnell im Griff.
Nach der Trauung, die sehr emotional war, ging ich mich schnell frisch machen und versucht mein Make-up zu retten, denn das ist kläglich daneben gegangen. Danach gingen unsere Gäste zu unser Feier Location und wir beide GINGEN mit unseren Fotografen einige Bilder schießen. Mit Highheels wohlgemerkt. Nach einer Stunde als wir auf den Weg zum Auto waren und ich wahrend des Laufens noch den Fotografen Danke gesagt habe, habe ich eine Treppenstufe verfehlt und fiel hin.
Ich fiel auf meine Füße.
Als wir bei unseren Gästen angekommen sind bekam ich kleine Ameisen in meinen Händen, sie zitterten. Als das aufhörte bekam ich Herzrasen, meine Sicht verschlechterte sich und ich bekam kein einziges richtiges Wort raus. Das alles machte mir Angst, vorallen die Wassereinlagerungen in meinen Körper. Nun gut ich hielt also durch bis 19.30 und meinte dann zu meinen (dann) Ehemann dass ich genug habe und nur noch nachhause will. Also waren wir gegen 20.30 zuhause, nachdem wir den großen auch noch zur Oma fuhren. Zuhause angekommen bearbeitete ich noch einige Fotos von der Hochzeit aber dieses Herzrasen, Wehen und Unwohlsein hörten einfach nicht auf. Plötzlich fing ich dann auch noch an wie doof zu zittern. Also meinte ich zu meinen Mann 'los lass uns fahren'. Der arme wusste dass es mir nicht blendend ging und fragte den halben Tag eh schon 'fahr ma'. Und ehrlich gesagt wussten wir beide dass wir in diese Wohnung nicht mehr in dieser Konstellation zurück kehren würden. Also packte er die restlichen Sachen in meine Kliniktasche und wir fuhren los. Auf den Weg hatte ich immer wieder Wehen die echt weh taten aber ich mir einfach gedacht habe dass das normal sei nach diesen stressigen Tag. Im Krankenhaus angekommen sollte mich eigentlich eine Ärztin untersuchen die aber gerade bei einer Geburt dabei sei. Also schlossen sie mich am CTG, wo keine Wehen zu sehen waren. Dann kam die Hebamme und bot mir an mich schon mal vaginal zu untersuchen. Als sie mich untersuchte sagte sie sehr schnell drauf '4cm Muttermund offen'.....
Mir fiel die Kinnlage runter. Ich konnte es nicht glauben. Sofort schaute ich meinen Mann an. Sein Gesicht werde ich nie vergessen, es war so als hätte er Geister gesehen. Nun gut. Das nächste war dass ich in mein Kopf den Schalter umdrehen musste und realisieren musste dass ich heute mein kleinen Krümel bekommen würde. Ich war geplättet. Von den allerweil 4 CM! Mit 4 CM lag ich mit meinen großen in starken Schmerzen. Aber diesmal war das ganz anders. Die Hebamme meinte dass das Kreissaal gerade noch vorbereitet wird und es noch eine weile dauern kann bis ich rein kann. Also rief ich erstmal meine Eltern an und versuchte mich erstmal zu beruhigen. Mein Dad ging ran und man konnte in seiner Stimme erkennen wie ebenfalls geschockt er war. Er meinte nur beruhige dich, und hoffte dass ich nicht in rießen Schmerzen lag. Ich fragte dadrauf um meine Mom.. er meinte noch Moment und vor lauter Nervosität hing er auf. Als ich dann meine Mom am Telefon hatte meinte sie sie würde kommen mit meinen Bruder, 20 Minuten später waren sie dann auch da, gegen 23.30.
Mir fiel die Kinnlage runter. Ich konnte es nicht glauben. Sofort schaute ich meinen Mann an. Sein Gesicht werde ich nie vergessen, es war so als hätte er Geister gesehen. Nun gut. Das nächste war dass ich in mein Kopf den Schalter umdrehen musste und realisieren musste dass ich heute mein kleinen Krümel bekommen würde. Ich war geplättet. Von den allerweil 4 CM! Mit 4 CM lag ich mit meinen großen in starken Schmerzen. Aber diesmal war das ganz anders. Die Hebamme meinte dass das Kreissaal gerade noch vorbereitet wird und es noch eine weile dauern kann bis ich rein kann. Also rief ich erstmal meine Eltern an und versuchte mich erstmal zu beruhigen. Mein Dad ging ran und man konnte in seiner Stimme erkennen wie ebenfalls geschockt er war. Er meinte nur beruhige dich, und hoffte dass ich nicht in rießen Schmerzen lag. Ich fragte dadrauf um meine Mom.. er meinte noch Moment und vor lauter Nervosität hing er auf. Als ich dann meine Mom am Telefon hatte meinte sie sie würde kommen mit meinen Bruder, 20 Minuten später waren sie dann auch da, gegen 23.30.
11.06.2015 00.30 : Wehen, Müdigkeit, Wasser durchbrochen, PDA, Schlechter CTG, Fieber & Stresstest.
Gegen 00.30 waren wir dann endlich im Kreissaal. Die Wehen fingen an, aber keine konnte man auf den CTG sehen. Die Hebamme kam immer wieder rein um mich zu untersuchen wo jedes mal nur 4 cm zu messen waren. Wir beide schliefen immer wieder ein, weil wir einfach so geplättet noch vom Vortag waren, schliesslich waren wir seit fünf Uhr frühs wach. Gegen 03.00 hielt ich die Wehen aber nicht mehr aus und bekam mein PDA und mein Wasser wurde gesprengt... Der mir überhaupt nicht 'wehtat' wie beim ersten mal mit meinen Sohn. Nachdem er gelegt war gings mir eigentlich gut doch die Hebamme meinte gegen 04.00 dass die Herzschlag von unseren kleinen Mann zu schnell seien und ich Fieber entwickelt hätte. Das war genau der Moment an den ich Angst bekam. Kurz dadrauf kam die Assistenzärztin und unser kleiner bekam eine Fetale Blutentnahme. Sprich sie stichten ihm in sein Kopf durch meine 'Mumu'. Und das hatte sie so oft versucht. Sie kam so schwer zum Kopfchen vor weil er so weit hinten im Geburtskanal lag. Und bei jeder Wehe ging er für einen Moment noch weiter weg. Diese Untersuchung muss ich sagen tat ehrlich gesagt weh, weil sie ewig rumgesprochen hat. Aber die Werte waren okay. Sprich Krümelino ging es gut. Nun gut, meine Wehen? Meine Wehen waren so gut wie weg.
11.06.2015 05.30: Geburtsstillstand
Und so kam es dann zum Geburtsstillstand.
Die Hebamme meinte dann sie würde jetzt die Oberärztin holen um den weiteren Verlauf zu besprechen. Diese kam dann auch gegen 05.30 sehr verschlafen und untersuchte mich ebenfalls. Ohne lange zu überlegen meinte sie das würde auf ein Kaiserschnitt herauslaufen.
Dann überschlugen sich die Minuten. Plötzlich war die Narkoseärztin da, die Assistenzärztin und OP Schwestern. Ich hörte nur noch von jeder Seite was. Jeder wollte was, hat was erklärt und mich umgelagert. Ich sah nur noch meinen Mann an mit einer Angst in seinen Augen.
Das war der Moment an den ich es mit der PANIK zu tun bekommen habe und das Zittern anfing.
11.06.2015 06.00: Notkaiserschnitt
Gegen 00.30 waren wir dann endlich im Kreissaal. Die Wehen fingen an, aber keine konnte man auf den CTG sehen. Die Hebamme kam immer wieder rein um mich zu untersuchen wo jedes mal nur 4 cm zu messen waren. Wir beide schliefen immer wieder ein, weil wir einfach so geplättet noch vom Vortag waren, schliesslich waren wir seit fünf Uhr frühs wach. Gegen 03.00 hielt ich die Wehen aber nicht mehr aus und bekam mein PDA und mein Wasser wurde gesprengt... Der mir überhaupt nicht 'wehtat' wie beim ersten mal mit meinen Sohn. Nachdem er gelegt war gings mir eigentlich gut doch die Hebamme meinte gegen 04.00 dass die Herzschlag von unseren kleinen Mann zu schnell seien und ich Fieber entwickelt hätte. Das war genau der Moment an den ich Angst bekam. Kurz dadrauf kam die Assistenzärztin und unser kleiner bekam eine Fetale Blutentnahme. Sprich sie stichten ihm in sein Kopf durch meine 'Mumu'. Und das hatte sie so oft versucht. Sie kam so schwer zum Kopfchen vor weil er so weit hinten im Geburtskanal lag. Und bei jeder Wehe ging er für einen Moment noch weiter weg. Diese Untersuchung muss ich sagen tat ehrlich gesagt weh, weil sie ewig rumgesprochen hat. Aber die Werte waren okay. Sprich Krümelino ging es gut. Nun gut, meine Wehen? Meine Wehen waren so gut wie weg.
11.06.2015 05.30: Geburtsstillstand
Und so kam es dann zum Geburtsstillstand.
Die Hebamme meinte dann sie würde jetzt die Oberärztin holen um den weiteren Verlauf zu besprechen. Diese kam dann auch gegen 05.30 sehr verschlafen und untersuchte mich ebenfalls. Ohne lange zu überlegen meinte sie das würde auf ein Kaiserschnitt herauslaufen.
Dann überschlugen sich die Minuten. Plötzlich war die Narkoseärztin da, die Assistenzärztin und OP Schwestern. Ich hörte nur noch von jeder Seite was. Jeder wollte was, hat was erklärt und mich umgelagert. Ich sah nur noch meinen Mann an mit einer Angst in seinen Augen.
Das war der Moment an den ich es mit der PANIK zu tun bekommen habe und das Zittern anfing.
11.06.2015 06.00: Notkaiserschnitt
Ich bat noch meine Mama anrufen zu wollen, das wurde mir nicht mehr erlaubt. Mein Mann hat dann das fluchen angefangen mit den Leuten. Weil sie uns vorallen mich so plötzlich rein gestresst haben. Ich kann mich auch nicht mehr dran erinnern ob ich mein Mann geküsst habe oder nicht bevor ich in den OP reingefahren wurde. Als ich dort angekommen bin lag ich auf dieser Liege und sie bereiteten mich auf die Operation vor. Es ging alles so schnell, doch die Minuten fühlten sich an wie Jahre! Ich lag dort auf diesen kalten Tisch. Mir war kalt, mir war schlecht vor Angst. Das schlimmste war aber dass ich alleine war, dass ich mich so verdammt alleine fühlte. Und somit fing ich an zu zittern vor Angst. Ich bekam es mit der Panik zu tun und der Tipp von der Narkosearztin mich zu beruhigen machte mich noch aggressiv dazu. Weil sie mir ohne eine Vene zu suchen mir das Narkose Zeugs in die Hand gerammt hat. Das einzigste was ich wollte ist mein Mann bei mir zu haben, aber er dürfte noch nicht in den OP.
NIE IM LEBEN FUEHLTE ICH MICH SO ALLEINE.
Dann kam die Wand vor mir die mich trennen sollte von meinen restlichen Körper. Jedoch hatte ich in dem Moment sehr viel Angst bekommen um meinen Krümel. Doch dann plötzlich war mein Mann endlich da! Ich hatte ihn kaum erkannt in den OP Sachen. Dann sah ich seine Angst in seinen Augen und fühlte mich schlecht. Schlecht weil ich es soweit kommen lassen hab. Ich wollte doch normal gebären. Ich wollte dass wir dieses Gefühl haben unseren Krümel auf der Brust zu halten und vor Freude zu weinen. Stattdessen saß er da und die Tränen kamen nur so herunter gekullert. Ich fühlte mich schuldig dass er so viel Angst hatte. Und die hatte er. Trotz alledem wusste er in welch Panik ich mich in dem Moment befand, weil er wusste dass ich höllische Angst vor OP Räumen hab. So fing er an mich zu beruhigen und von der Schwangerschaft zu erzählen um mich auf andere Gedanken zu bringen. Aber all das half nicht denn ich hörte einfach nicht auf zu zittern. Irgendwann sagte die Ärztin dass unser kleiner Mann gleich da sein würde. Und eine andere Schwester meinte dass gleich das Ruckeln los ginge. Ich schaute mein Mann an und weinte. Ich hatte so Angst, denn dass jemand da an deinen Bauch rumdrückt, zieht und einfach seine Hände da rumfuchteln ist einfach nicht schön. Mein Mann wurde gefragt ob er denn über das Tuch schauen wolle denn unser Baby wäre gleich da. Was er auch tat, aber insgeheim wollte ich das nicht, denn ich wollte nicht dass er mich so sieht, dort liegend, blutig, aufgeschnitten und einfach nicht SO wie ich in dem Moment war. Ich dachte nur hoffentlich ist das bald vorbei und plötzlich hörte ich ein sanftes Baby Schreien.... unser kleiner Mann war da!
7.02
Er schrie nicht lange. Ich bekam sofort wieder Tränen in den Augen als die Hebamme mir ihn zeigte, jedoch sah ich ihn nicht denn er war wirklich so klein dass er in den Handtuch unterging. Ich konnte ihn nur einen schnellen Kuss auf sein Köpfchen geben und schon brachten sie ihn zur Erstuntersuchung zu den Kinderärzten. Kaum war dieser schöne jedoch zu kurze Moment vorbei. Fragte ich die Schwester warum mein Mann wenigstens nicht mit kommen konnte. Sie meinte nur dass der Raum zu klein sei. Somit wurde meine Angst und Panik die ich diese Minuten empfand nicht besser sondern nur schlimmer. Ich traue keinen meine Kinder an. Außer meinen Mann und Oma. Diese Minuten als er weg war, fragte ich mich immer wieder wie es ihm ging, wo er denn so lange sei... Dann war er da mein Mann bekam ihn in den Arm und die beiden saßen neben mir während ich zugenäht wurde. Ich konnte leider meinen Kopf nicht ganz drehen, und mein kleiner Lio war tief in seinem Handtuch damit er nicht unterkühlte in diesem kalten Raum. Somit konnte ich nicht sehen wie er denn ausschaute. Mein Mann saß aber da und berichtete mir alles was er getan hat. Dann wurden meine beiden Männer von der Hebamme gerufen um den kleinen messen zu wollen und all das... Ich dachte wenigstens kann ich da dabei sein. Aber mir wurde nur ein kaltes NEIN gesagt denn ich sei ja hier beschäftigt... mir tat das so weh. Das war glaub ich der schlimmste Moment des ganzes Kaiserschnittes. Ich fühlte mich da als eine Art Nutzobjekt. Jetzt habe ich mein Job getan, habe ein Kind in mir getragen für 8 Monate, hatte diese schlimme OP am Laufen und wie es mir ging ob ich mein Sohn auch mal sehen könne war egal... genauso hat es sich angefühlt.
Nachdem ich endlich zugenäht war und diese unerträglichen Geräusche des wegsaugens der Blutes vorbei waren kam die Oberärztin zu mir und berichtete wie super alles gelaufen sei und es keine Komplikationen gab. Diese Minuten alleine in diesen OP wieder... ich kann es nicht oft genug betonen wie schlimm diese waren für mich.
Dann als alle fertig mit mir waren wurde ich auf ein Bett umgelagert und da wars vorbei für mich. Ich fühlte mich wie ein reinstes Tier dass von der Schlachtschlüssel auf die nächste Überführung vorbereitet wird. Wurde 'hingeschmissen' (jedenfalls hat es sich so angefühlt) und lag dann da.. Fühlte meine Beine nicht und war einfach auf andere angewiesen. Dann durfte ich mir noch anhören von jedem "endlich Feierabend" weil ja meine OP eine NOT OP war und das gerade im Schichtwechsel. Dann wurde ich in den Aufwachraum gefahren. Auf den Weg dorthin sah ich wie meine Mama und Bruder mit reingebracht wurden. Endlich war die OP vorbei. Ich lag dort mit einem Blutdruckgerät an meinen Arm und der Flasche die in meine Vene führte. Jeder gratulierte mir aber ich wollte nur eins... endlich meinen Sohn zu sehen. Denn ich war die letzte die ihn endlich zu sehen bekam ;(.
Dieser Moment ihn das erste mal zu sehen war unbeschreiblich. Im selben Moment viel alles von mir. All diese Angst... war für paar Minuten wie nie da gewesen. Sein Gesicht zu sehen... seine Haut zu riechen. Sehen wie klein er ist... Zu sehen dass er genauso Ausschaut wie sein Papa... zu sehen dass es ihm gut geht.... zu sehen dass er die Operation überstanden hat und wir beide es geschafft haben. Die ganze Schwangerschaft, die OP, Angst und all was dazu gehört, war in diesem Moment vorbei. Es gab für einige Minuten nur ihn und mich. Sein Atem zuzuhören war wie Musik in meinen Ohren und ich sagte mir nur noch....
ICH HABE ES GESCHAFFT,
ES IST VORBEI!
NIE IM LEBEN FUEHLTE ICH MICH SO ALLEINE.
Dann kam die Wand vor mir die mich trennen sollte von meinen restlichen Körper. Jedoch hatte ich in dem Moment sehr viel Angst bekommen um meinen Krümel. Doch dann plötzlich war mein Mann endlich da! Ich hatte ihn kaum erkannt in den OP Sachen. Dann sah ich seine Angst in seinen Augen und fühlte mich schlecht. Schlecht weil ich es soweit kommen lassen hab. Ich wollte doch normal gebären. Ich wollte dass wir dieses Gefühl haben unseren Krümel auf der Brust zu halten und vor Freude zu weinen. Stattdessen saß er da und die Tränen kamen nur so herunter gekullert. Ich fühlte mich schuldig dass er so viel Angst hatte. Und die hatte er. Trotz alledem wusste er in welch Panik ich mich in dem Moment befand, weil er wusste dass ich höllische Angst vor OP Räumen hab. So fing er an mich zu beruhigen und von der Schwangerschaft zu erzählen um mich auf andere Gedanken zu bringen. Aber all das half nicht denn ich hörte einfach nicht auf zu zittern. Irgendwann sagte die Ärztin dass unser kleiner Mann gleich da sein würde. Und eine andere Schwester meinte dass gleich das Ruckeln los ginge. Ich schaute mein Mann an und weinte. Ich hatte so Angst, denn dass jemand da an deinen Bauch rumdrückt, zieht und einfach seine Hände da rumfuchteln ist einfach nicht schön. Mein Mann wurde gefragt ob er denn über das Tuch schauen wolle denn unser Baby wäre gleich da. Was er auch tat, aber insgeheim wollte ich das nicht, denn ich wollte nicht dass er mich so sieht, dort liegend, blutig, aufgeschnitten und einfach nicht SO wie ich in dem Moment war. Ich dachte nur hoffentlich ist das bald vorbei und plötzlich hörte ich ein sanftes Baby Schreien.... unser kleiner Mann war da!
7.02
Er schrie nicht lange. Ich bekam sofort wieder Tränen in den Augen als die Hebamme mir ihn zeigte, jedoch sah ich ihn nicht denn er war wirklich so klein dass er in den Handtuch unterging. Ich konnte ihn nur einen schnellen Kuss auf sein Köpfchen geben und schon brachten sie ihn zur Erstuntersuchung zu den Kinderärzten. Kaum war dieser schöne jedoch zu kurze Moment vorbei. Fragte ich die Schwester warum mein Mann wenigstens nicht mit kommen konnte. Sie meinte nur dass der Raum zu klein sei. Somit wurde meine Angst und Panik die ich diese Minuten empfand nicht besser sondern nur schlimmer. Ich traue keinen meine Kinder an. Außer meinen Mann und Oma. Diese Minuten als er weg war, fragte ich mich immer wieder wie es ihm ging, wo er denn so lange sei... Dann war er da mein Mann bekam ihn in den Arm und die beiden saßen neben mir während ich zugenäht wurde. Ich konnte leider meinen Kopf nicht ganz drehen, und mein kleiner Lio war tief in seinem Handtuch damit er nicht unterkühlte in diesem kalten Raum. Somit konnte ich nicht sehen wie er denn ausschaute. Mein Mann saß aber da und berichtete mir alles was er getan hat. Dann wurden meine beiden Männer von der Hebamme gerufen um den kleinen messen zu wollen und all das... Ich dachte wenigstens kann ich da dabei sein. Aber mir wurde nur ein kaltes NEIN gesagt denn ich sei ja hier beschäftigt... mir tat das so weh. Das war glaub ich der schlimmste Moment des ganzes Kaiserschnittes. Ich fühlte mich da als eine Art Nutzobjekt. Jetzt habe ich mein Job getan, habe ein Kind in mir getragen für 8 Monate, hatte diese schlimme OP am Laufen und wie es mir ging ob ich mein Sohn auch mal sehen könne war egal... genauso hat es sich angefühlt.
Nachdem ich endlich zugenäht war und diese unerträglichen Geräusche des wegsaugens der Blutes vorbei waren kam die Oberärztin zu mir und berichtete wie super alles gelaufen sei und es keine Komplikationen gab. Diese Minuten alleine in diesen OP wieder... ich kann es nicht oft genug betonen wie schlimm diese waren für mich.
Dann als alle fertig mit mir waren wurde ich auf ein Bett umgelagert und da wars vorbei für mich. Ich fühlte mich wie ein reinstes Tier dass von der Schlachtschlüssel auf die nächste Überführung vorbereitet wird. Wurde 'hingeschmissen' (jedenfalls hat es sich so angefühlt) und lag dann da.. Fühlte meine Beine nicht und war einfach auf andere angewiesen. Dann durfte ich mir noch anhören von jedem "endlich Feierabend" weil ja meine OP eine NOT OP war und das gerade im Schichtwechsel. Dann wurde ich in den Aufwachraum gefahren. Auf den Weg dorthin sah ich wie meine Mama und Bruder mit reingebracht wurden. Endlich war die OP vorbei. Ich lag dort mit einem Blutdruckgerät an meinen Arm und der Flasche die in meine Vene führte. Jeder gratulierte mir aber ich wollte nur eins... endlich meinen Sohn zu sehen. Denn ich war die letzte die ihn endlich zu sehen bekam ;(.
Dieser Moment ihn das erste mal zu sehen war unbeschreiblich. Im selben Moment viel alles von mir. All diese Angst... war für paar Minuten wie nie da gewesen. Sein Gesicht zu sehen... seine Haut zu riechen. Sehen wie klein er ist... Zu sehen dass er genauso Ausschaut wie sein Papa... zu sehen dass es ihm gut geht.... zu sehen dass er die Operation überstanden hat und wir beide es geschafft haben. Die ganze Schwangerschaft, die OP, Angst und all was dazu gehört, war in diesem Moment vorbei. Es gab für einige Minuten nur ihn und mich. Sein Atem zuzuhören war wie Musik in meinen Ohren und ich sagte mir nur noch....
ICH HABE ES GESCHAFFT,
ES IST VORBEI!



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